Paare verstricken sich in denselben Streit, reden aneinander vorbei, und keine Kommunikationstechnik hilft wirklich weiter. Dahinter liegen oft alte Wunden aus der Kindheit, die bis heute die Beziehung sprengen. Die Traumasensible Paartherapie zeigt dir, wie du diese Dynamiken erkennst und auflöst – ob du schon mit Paaren arbeitest oder dir gerade erst eine eigene Praxis aufbauen willst.
Die Weiterbildung findet statt in der Skool-Community "Paaren helfen lernen" per Zoom immer Mittwoch alle 14 Tage je 2 Stunden insgesamt über 32 Monaten. Sie besteht aus 4 Phasen und jeden Phase kann einzeln gebucht werden.
21.10.2026
16:00 Uhr
13.06.2029
18:00 Uhr
Dr. Klees Akademie Speyer
Zoom-Livecalls in der Community "Paaren helfen lernen"
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Menschen, die in ihrer Herkunftsfamilie traumatische Erfahrungen gemacht haben, tragen diese Wunden in ihre Paarbeziehung hinein. Missbrauch, Vernachlässigung, Misshandlung, Verlust, psychische Gewalt oder die kriegsbedingten Traumatisierungen der Eltern und Großeltern wirken sich bis in die heutige Partnerschaft aus – in Form von Streit, emotionalen Konflikten, plötzlichen Impulsdurchbrüchen oder einer Stumpfheit, die jedes Wachstum verhindert. Bei Paaren mit Grenzverletzungserfahrungen kommt eine besondere Dynamik hinzu: ein verachtender Umgang miteinander, dessen Wurzeln weit in die Herkunftsfamilien zurückreichen. Verachtung und Als-ob-Beziehungen führen zu traumatisierenden Trennungen, zu On-off-Partnerschaften oder zu sexuellen Störungen.
Die Traumasensible Psychodynamische Paartherapie (TSPT-Klees®) zeigt den Weg aus dieser Sackgasse heraus – hinein in echte, authentische Beziehungen. Anhand des Traum(a)Haus-Konzeptes arbeiten Paare mit den im limbischen System gespeicherten mehrgenerationalen Traumata und lösen sie dort auf, wo sie entstanden sind. Die Methode erklärt, wie und warum Krisen entstehen, welche Beziehungsmuster aus der Kindheit den Konflikten zugrunde liegen und wie sich problematische Themen ohne Dispute lösen lassen.
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die im Kontext von Therapie, Beratung, Pädagogik oder Jugendhilfe mit belasteten Paarbeziehungen zu tun haben – insbesondere Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung aus sozialadministrativen, erzieherischen, heilpraktischen oder pflegerischen Berufen (etwa Erzieher:innen, Pflegefachkräfte, Hebammen, Ergo- oder Physiotherapeut:innen, Logopäd:innen) sowie Hochschulabsolvent:innen mit psychologischen, pädagogischen oder verwandten Abschlüssen (Diplom-Psycholog:innen, Ärzt:innen, Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen, Heilpädagog:innen, Sonderpädagog:innen, Lehrer:innen, Theolog:innen, Soziolog:innen oder vergleichbare BA-/MA-Abschlüsse). Für die Zertifizierung am Ende ist eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld Voraussetzung – Praktika und Anerkennungsjahre zählen dazu.
Du entscheidest dich nicht für die gesamte Weiterbildung auf einmal – du buchst jeweils die nächste Phase. Die zwölf Module verteilen sich über 32 Monate auf vier Phasen. Zehn Module laufen digital, begleitet von je vier Live-Calls; ein Modul findet als Präsenzwochenende statt.
Modul 1 – Die Tabu-Allianz des Krisen-Paares: Streit-, Grenz-, Harmonie- und Trennungspaare haben eines gemeinsam: Probleme werden nicht angesprochen, oder ihre Klärung scheitert an heftigen Wortgefechten. Die Teilnehmer:innen lernen die Wirkmechanismen von Streit, Friedhofsfrieden und grenzverletzenden Paarstrukturen kennen, dazu die Methoden der Streit-Skizze und des Krisen-Skriptes. Tests zur Beziehungsdynamik öffnen den Blick auf die traumazentrierten Überlebensmuster dahinter.
Modul 2 – Umgang mit schwierigen Emotionen: Erfahrungsgemäß liegt der Grund für misslingende Gespräche weniger an der Kommunikationstechnik, eher an kaum ertragbaren Gefühlen im Hintergrund. Mit der Methode des Emotions-Skripts erschließen sich die Teilnehmer:innen die inneren Beziehungsmuster, dazu die Trauma-Triade und Kenntnisse zu Triangulierungsstörungen. Am Ende des Moduls können sie die Krisendynamiken bei Paaren entschlüsseln.
Modul 3 – Konflikte lösen ohne Debatten: Mit wachsendem Frieden und wachsender Nähe wird die Selbstoffenbarung möglich. Die Liebesbrieftechnik, die vier Punkte der Feuerprobe, die Resonanz-Skala und das strukturierte Beziehungsgespräch zeigen, wie sich wichtige Themen klären lassen, ohne in unfruchtbare Debatten abzugleiten. Am Ende dieses Moduls sind die Teilnehmer:innen in der Lage, Paare wirkungsvoll beim Krisenausstieg zu begleiten.
Modul 4 – Das traumazentrierte Beziehungs-Schema: Die Teilnehmer:innen erschließen sich das traumazentrierte Beziehungsschema mit den vier inneren Anteilen (Ich-Ideal, Schatten, Täter- und Opferanteil) für Traumapaare und die vier Anteile für Grenzpaare (Paradoxe Gebote, Pseudo-Ich, Surrogat-Kind, Instabilität). Anhand konkreter Fälle wird sichtbar, welchen Einfluss die Herkunftsfamilie im Spannungsfeld von Krieg, Nachkriegszeit und schwarzer Pädagogik auf die Beziehungsfähigkeit eines Paares nimmt.
Modul 5 – Grenzverletzung, Verachtung und paradoxe Aufträge: Paare mit traumatischen Grenzverletzungserfahrungen in der Kindheit brauchen eine strukturierte Begleitung mit klaren Regeln. Widersprüchliche Botschaften der Eltern, Rollenumkehr und die fehlende Unterscheidung zwischen Ich und Du belasten die Identitätsentwicklung dieser Paare – die Teilnehmer:innen lernen, wie sich der Rahmen der TSPT gerade für diese besonders herausfordernden Paare gestalten lässt.
Modul 6 – Integrität, Affektspiegelung und Kongruenz-Entwicklung: Ein stabiles Selbstkonzept entsteht in der Kindheit durch die kongruente Affektspiegelung der Eltern. Traumatisierte und grenzverletzte Menschen haben oft kein stabiles Selbstkonzept und keine Vorstellung von psychischer Gesundheit. Die Teilnehmer:innen lernen die theoretischen Hintergründe der Affekttheorie kennen und leiten daraus die Kongruenz-Übung ab.
Das Präsenzwochenende Affektregulation (Modul 7) findet vor Ort statt und wird von Katharina Klees persönlich geleitet – körpertherapeutische Arbeit zur Affektregulation braucht die physische Präsenz. Krisenpaare bringen ein hohes Maß an offener oder untergründiger Emotions-Energie in die Paartherapie-Praxis; die Teilnehmer:innen lernen wirkungsvolle Methoden im Umgang mit den Reptilienhirn-Reaktionen Flucht, Angriff und Erstarrung kennen – darunter Partnerschafts-EMDR, beziehungsorientierte Körperarbeit, Trigger-Bearbeitung, Trance- und hypnotherapeutische Imaginationsarbeit sowie Ressourcen- und Resilienzübungen. Zwei bis drei Staffeln nehmen gemeinsam teil, sodass das Wochenende zugleich zum staffelübergreifenden Begegnungsort wird.
Modul 8 – Beziehungskompetenzen durch integrale Paartherapie: Die Teilnehmer:innen lernen die Kategorien kennen, die dem 5-Stufen-Ansatz des Traum(a)Hauses und dem Integritäts-Kompass zugrunde liegen. Partnerschaftsvorstellungen, Grad der Differenzierung sowie sexuelle Vorlieben und Praktiken spiegeln den eigenen Entwicklungsstand eines Paares. Ziel des Moduls ist, dass die Teilnehmer:innen die hohe Verantwortung erkennen, die die Arbeit mit Krisenpaaren mit sich bringt.
Modul 9 – Begleitprotokoll der traumasensiblen Paartherapie: Im Mittelpunkt stehen das Begleitprotokoll der TSPT, der 5-stufige Behandlungsplan des Traum(a)Haus-Konzeptes und der Grenzverletzungs-Zirkel bei Grenzpaaren. Die Teilnehmer:innen bringen eigene Fälle aus ihrer Praxis ein und ordnen diese durch Traum(a)Haus-Collagen dem 5-Stufen-Ansatz zu.
Mit Beginn dieser Phase öffnen sich gleichzeitig der wöchentliche Supervisions-Call, das Mentoringprogramm und der Zertifizierungscall.
Modul 10 – Integrität, Kontext-Analyse und Wirkfaktoren gelingender Beziehungen: Was bedeutet Integrität, wie unterscheidet sie sich von Loyalität, und in welchem Kontext erwerben Menschen Traumafolge- oder traumabedingte Persönlichkeitsstörungen? Die Fachperson selbst ist der Schlüssel und zugleich der wichtigste Wirkfaktor für Heilung und gesunde Beziehungsgestaltung – die Teilnehmer:innen arbeiten an der eigenen Reflexionsfähigkeit, an kongruenten Beziehungsräumen und am Umgang mit inkongruenten Arbeitsaufträgen.
Modul 11 – Reflexion der eigenen Position bei der Begleitung von Krisenpaaren: Die Begleitung von Krisenpaaren ist eher eine Berufung als ein Job. Die Teilnehmer:innen widmen sich in dieser Einheit dem eigenen Beziehungsskript, entwickeln mit der NAK- und der Rubikon-Übung ihre Integritätswerte weiter und schließen das Modul mit einer Selbstverantwortungsvereinbarung ab.
Parallel dazu vermittelt die Akademie reale, zahlende Paare – die Weiterbildung mündet in eine bezahlte Praxis. Aus dieser Arbeit unter wöchentlicher Supervision entstehen die drei Fallberichte, die für die Zertifizierung vorausgesetzt werden. Die Teilnehmer:innen verdienen bereits eigenes Honorar, während sie zertifiziert werden.
Modul 12 – Zertifizierungs-Präsentation: Das Präsentationsmodul findet vollständig per Call statt. Jede Teilnehmerin stellt ihre eigene Fallpräsentation vor – mit eigenen Fällen, dem 5-Stufen-Behandlungsplan und den eingesetzten Methoden – und erhält Rückmeldung von der Gruppe. Eine Bewertung findet nicht statt; das Modul dient dem Überprüfen, Festigen und Präsentieren des erworbenen Wissens.
Am Ende der Weiterbildung steht die Abschluss-Urkunde „Traumasensible Fachberatung/Therapie für Paare und Beziehungen“. Vorausgesetzt sind die vollständige Teilnahme an allen zwölf Modulen, die Teilnahme am Reflexions-Call, der ab dem ersten Tag offensteht, der wöchentliche Supervisions-Call ab Phase 4, drei Fallberichte aus der eigenen Praxis im Mentoringprogramm sowie die Teilnahme am Zertifizierungscall, in dem ein Fall vollständig vorgestellt wird.
Die Weiterbildung findet per Zoom in der Skool-Community "Paaren helfen lernen" statt alle 14 Tage immer Mittwochs von 16 - 18 Uhr. Die Einheiten folgen einem Wechsel von Aufnehmen, Reflektieren, Zusammenfassen und Wiedergeben: Vorträge, Gruppenarbeit, schriftliche Übungen, Methoden der Selbstreflexion, Filme, Audio-Beiträge, Literatur-Skripte und Rollenspiele. Die Vermittlung erfolgt einzeln, in Kleingruppen, im Plenum oder paarweise. Alle Inhalte liegen im Online-Portal Skool für die Teilnehmer:innen ohne weitere Kosten bereit.
PD Dr. Katharina Klees entwickelt die Traumasensible Psychodynamische Paartherapie seit über vierzig Jahren und bildet seit über zwanzig Jahren Fachpersonen darin aus. Studium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie; Promotion zu „Partnerschaftliche Familien“ an der Universität Dortmund; Habilitation zu „Beratung für Kinder in Not“ an der Universität Oldenburg; sechs Jahre Therapieausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Körperpsychotherapie mit dem Schwerpunkt Traumatherapie; fünf Jahre Leitung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der Stadt Ludwigshafen; zwölf Jahre Wissenschaftlerin an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen. Sie ist Autorin mehrerer Fachbücher, unter anderem „Traumasensible Paartherapie“, „Das Arbeitsbuch für Paare zur Traumasensiblen Paartherapie“ und Grenzpaare in der Traumasensiblen Paartherapie" (alle drei beim Junfermann-Verlag).
Der monatliche Beitrag liegt bei 270 €, gebucht jeweils für eine Phase – ohne Gesamtverpflichtung, du entscheidest nach jeder Phase neu. Wer sich gleich für die gesamte Weiterbildung entscheidet, zahlt 232 € im Monat über die volle Laufzeit von 32 Monaten oder einmalig 7.240 € – beide Varianten schließen das Mentoringprogramm bereits ein.
Die neue Staffel startet am 21. Oktober. Deine Anmeldung sichert dir sofort den Zugang zur Community „Paaren helfen lernen“ und zum Reflexions-Call – noch bevor deine erste Phase überhaupt beginnt.
Buchung gesamte Weiterbildung: https://myablefy.com/s/Aufwind-Institut/weiterbildung-in-traumasensibler-paartherapie-tspt-klees-e47a2a99
Buchung Weiterbildung Phase 1: https://myablefy.com/s/Aufwind-Institut/phase-1-weiterbildung-in-traumasensibler-paartherapie-tspt-klees-1ab1fecc
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