Viele Paare scheitern nicht an Kommunikation, sondern an unverarbeiteten Traumata, die sich als Streit, Distanz, Verachtung oder On-off-Muster zeigen. Auch Fachpersonen geraten in dieser Arbeit häufig an ihre eigenen Grenzen oder erkennen ähnliche Muster im eigenen Leben.
Diese Weiterbildung (per Live-Calls) in Traumasensibler Paartherapie (TSPT-Klees) vermittelt einen Ansatz, mit dem Sie Krisen- und Grenzpaare sicher, strukturiert und wirksam begleiten können — und zugleich Ihre eigene Beziehungs- und Selbstkompetenz stärken. Sie lernen, traumazentrierte Beziehungsstrukturen auf drei Ebenen zu verstehen und zu bearbeiten: bei sich selbst, in der Beziehung zum Paar und gemeinsam mit dem Paar im therapeutischen Prozess.
15.04.2026
17:00 Uhr
13.10.2027
17:00 Uhr
| Name |
|---|
| Klees, PD Dr. Katharina |
Frühbucherpreis brutto €5.500,00
inkl. 0,00% MwSt. entspr. €0,00
Preis netto €5.500,00
(Frühbucherpreis gültig bis 29.03.2026 00:00 Uhr
danach: €5.600,00)
In vielen Paarbeziehungen sind Konflikte keine vorübergehenden Missverständnisse, sie weisen auf eine tiefere Verletzungsgeschichte hin. Paare geraten in wiederkehrende Eskalationen, ziehen sich emotional zurück, leben sich auseinander oder verstricken sich in belastenden On-off-Dynamiken. Oft liegt über dem Miteinander eine Atmosphäre aus Grenzverletzungen und schleichender Zerstörung. Dahinter stehen häufig unverarbeitete Kindheits- und Generationstraumata, die sich zugleich auf die einzelne Person und die Beziehung als Ganzes auswirken. Streit, Distanz oder Erstarrung sind deshalb keine bloßen Kommunikationsfehler, Anzeichen unsicherer Bindungsstile oder mangelnder Affektregulation. Sie machen eine traumazentrierte Paardynamik sichtbar.
Viele Fachpersonen kennen diese Dynamiken nicht nur aus ihren Fällen, sie begegnen ihnen auch im eigenen Leben. In der Arbeit mit Krisenpaaren erleben sie immer wieder, wie sehr sie an ihre fachlichen und persönlichen Grenzen geraten. Trotz Erfahrung, Empathie und Engagement fühlen sie sich in Eskalationen hilflos, werden in Verstrickungen hineingezogen oder spüren, wie ihre eigenen Muster aktiviert werden.
Gleichzeitig tragen viele Interessierte den Wunsch in sich, mit traumatisierten Paaren zu arbeiten, zögern jedoch, weil sie sich selbst von ähnlichen Beziehungslogiken betroffen erleben. Die Angst, dabei allein zu bleiben, Fehler zu machen oder innerlich überfordert zu werden, verhindert oft den Schritt in diese anspruchsvolle Arbeit.
Diese Weiterbildung setzt genau hier an. Sie richtet sich nicht nur auf die Begleitung von Paaren, sie stärkt zugleich die Fachperson in ihrer eigenen Beziehungs- und Selbstkompetenz. Teilnehmende lernen, traumazentrierte Dynamiken auf drei Ebenen zu verstehen und zu bearbeiten: bei sich selbst, in der Beziehung zum Paar und gemeinsam mit dem Paar im therapeutischen Prozess.
Der Ansatz verbindet persönliche Reflexion mit professioneller Methodik und schafft damit eine Grundlage, auf der Fachpersonen sicher, klar und wirksam mit Krisen- und Grenzpaaren arbeiten können.
In dieser Weiterbildung lernen Sie eine grundlegend andere Art der Paararbeit. Sie erwerben neben den grundlegenden Methoden der TSPT, eine Denk- und Handlungsweise, mit der Sie Krisenpaare wirklich verstehen und wirksam begleiten können. Grundlage ist das von PD Dr. Katharina Klees entwickelte 5-Stufen-Modell der Traumasensiblen Paartherapie des Traum(a)Haus-Konzeptes und den 6 Stationen umfassenden Ansatz der Arbeit mit Grenzpaaren, ergänzt um die aktuelle Weiterentwicklungen wie die 6 Beziehungsmatrizen und den dritten Raum der Paarbeziehung.
Sie lernen insbesondere:
traumazentrierte Beziehungsmuster sicher erkennen und einordnen
Krisenpaare strukturiert, haltgebend und zugleich einfühlsam begleiten
mit Grenzverletzung, Verachtung und paradoxen Aufträgen professionell umgehen
Eskalationen stoppen, ohne in Machtkämpfe zu geraten
unterschiedliche Bedürfnisse von Partnern verstehen und vermitteln – häufig suchen Frauen eher Verbindung und Sicherheit, während Männer stärker auf Autonomie und Abgrenzung orientiert sind; die Aufgabe besteht darin, diese Pole miteinander vereinbar zu machen
Integrität, Mentalisierung und Beziehungskompetenz bei Paaren gezielt fördern
die eigene professionelle Haltung als zentralen Wirkfaktor weiterentwickeln
Die Weiterbildung verbindet wissenschaftliche Fundierung, psychodynamisches Denken und praxisnahe Interventionsformen. Theorie, Fallarbeit und Selbsterfahrung greifen ineinander, sodass Sie das Gelernte unmittelbar in Ihre Arbeit integrieren können. Begleitmaterialien stehen im Skool-Portal zur Verfügung und vertiefen die Live-Lehre, ersetzen diese jedoch nicht.
Format:
Live-Weiterbildung digital, alle 14 Tage, jeweils Mittwoche von 17–19 Uhr
Geschlossene Lerngruppe mit kontinuierlichem Prozess
Begleitmaterialien in der Skool-Community "Paaren helfen lernen"
Umfang:
Die Weiterbildung umfasst insgesamt 12 Module zu je 4 Livecals pro Modul
Sie können aufbauend nach jeder der 3 Phasen (Basis, Praxis, Vertiefung) für eine Fortsetzung entscheiden
Nach der Weiterbildung haben sie die Möglichkeit mit 3 Fallanalysen ein qualifiziertes Zertifikat der Dr. Klees Akademie zu erhalten
Dieser Durchgang wird persönlich von PD Dr. Katharina Klees geleitet — der Begründerin der Traumasensiblen Paartherapie. Sie bringt ihre jahrzehntelange Praxis, Forschung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Ansatzes in jede Sitzung ein. Teilnehmende lernen damit nicht nur ein Konzept, sondern am lebendigen System einer Methode, die sich stetig vertieft und präzisiert.
Wenn Sie in Ihrer Arbeit mit Krisenpaaren immer wieder an Grenzen stoßen und nach einem Ansatz suchen, der die Wurzeln von Beziehungskrisen ernst nimmt, ist diese Weiterbildung für Sie gedacht.
Preise:
Ratenzahlung: 18 x 333 Euro oder 3 x 1940 Euro
Gesamtbetrag 5600 Euro
Nach der Weiterbildung schließt die Fallsupervision an. Hier können Sie sich zwischen der Variante 6 x 69 Euro für Begleitung und 10 x 139 Euro während der Zertifizierungsphase entscheiden